microhouse im youtube microhouse im facebook
microhouse onlineshop









häufig gestellte fragen

Warum wir nur die Selbstbauanleitungen verkaufen und nicht die Gebäude bzw. die Baumaterialien?

Zu Beginn des Projektes wollten wir das Microhouse als Bausatz bzw. mit Montage und auch Schlüsselfertig anbieten. Aber die Streuung der Anfragen war quer über ganz Europa verteilt und bei den ersten Projekten mussten wir leider feststellen dass die Transportkosten und die Montagekosten vom minimalistischen und idealistischen Minihaus so weit in die Höhe getrieben hätten dass wir uns zu den herkömmlichen Wohnbaupreisen „maximiert“ und vom Grundgedanken zu weit abgeschweift wären.

So hat uns eine Anfrage „ob wir auch die Pläne dafür verkaufen würden“ zu der Selbstbauanleitung inspiriert. Denn die Materialien sind ja überall „vor Ort“ erhältlich und müssen nicht von uns quer durch die Welt transportiert werden.

 


Warum sollte man sich die Selbstbauanleitung kaufen denn man könnte das Microhouse an hand der Fotos usw. sowieso kopieren?

Wenn man mit einem Foto zu einer Holzbaufirma geht wird man schnell feststellen dass der Preis für das Material bzw. für das Gebäude einfach nach konventionellem Wohnbau geschätzt wird und auch wenn es zum Auftrag kommt schnell mal ein paar tausend Euro „Konstruktionskosten“ zusätzlich anfallen.

Also ist es einfacher für 150,- Euro die Pläne zu kaufen die auch eine Säge- und Stückliste enthalten mit denen man sich von verschiedenen Holzbaufirmen Angebote für das Material bzw. das Gebäude inkl. Montage machen lassen kann.

PS: Lasst euch mehrere Angebote machen denn die Materialpreise bzw. Montagepreise variieren in der selben Region 30% bis 50%.

 


Warum wir keine Preisangaben machen?

Wie beim letzen Punk erwähnt schwanken die Preise nicht nur von Land oder zu Bundesland sondern auch von Firma zu Firma. Grob über den Daumen geschätzt kann man mit unserer Holzrahmenbauweise mit 500,- Euro Materialkosten den m² kalkulieren. Wenn man also bei der 39m² Version mit 20.000,- Euro Kosten für das Material ausgeht, kann man bei der 62,5 m² Version mit 35.000,- Euro rechnen bzw. bei der 24 m² Version mit 12.000,- Euro beim 12 m² Gartenhaus 6.000,- Euro usw. Zur Frage von den „Montagekosten“ können wir aus Erfahrungswerten sagen dass zum Materialpreis jeweils 30% bis 50% noch dazugerechnet werden müssen bis man ein schlüsselfertig montiertes Microhouse bekommt …oder man baut es wie wir einfach selbst zusammen ;-)

 


Baueinreichung – Statik – Energieausweis

Bei der Selbstbauanleitung ist nur die Konstruktion vom fertigen Gebäude inkl. Dach, Fassade usw. enthalten (mit Säge- und Stückliste) aber die Baueinreichung (von der sich die meisten fürchten) ist einfacher als man denkt…

Das statische Gutachten bekommt man vom Holzbaumeister bestätigt – von der Holzbaufirma wo man das Baumaterial kauft denn bei der Angebots und Planungsphase überprüft die Holzbaufirma ohnehin nochmals die Balkendimensionen für den jeweiligen Standort.

Als Energieausweis kann man den bestehenden vom Prototypenbau nehmen denn die Dimensionen von Boden- Wand- und Deckenelementen sind identisch.

Sollten die U-Werte (Wärmedurchgangskoeffizient) für die jeweilige Region zu schwach dimensioniert sein kann man einfach ein anderes Isoliermaterial statt Mineralwolle nehmen wie z.B. den Wärmereflektionsstoff von LUPO-Therm und somit sogar den Passivhausstandard erreichen.


Für die Baueinreichung benötigt man den Grundriss, die Ansichten, Statik, Energieausweis, und die Zeichnung im „Katasterplan“ wo der Standort auf dem Grundstück und die Abstände zu den Nachbarsgrundstücken ersichtlich sind.

Der Grundriss und die Ansichen sind in den Selbstbauanleitungen enthalten. Den Katasterplan von seinem Grundstück erhält man vom zuständigen Bauamt.

In manchen Regionen ist es vorgeschrieben dass die Baueinreichung über ein Architekturbüro gemacht wird – aber mit den Mustern und Vorlagen ist es gar nicht so schwer das ganze selbst zu machen.

Muster Downloads: 

 Bauantrag vom 39m² Prototypenbau 

 Baueinreichung über ein Architekturbüro vom Prototypenbau in Wien 

 Energieausweis vom Prototypenbau in Wien 

 Statisches Gutachten vom Holzbaumeister 

 


Sind die Elektro- bzw. die Sanitärinstallationen auch in den Anleitungen beschrieben?

Jain ;-) In den Selbstbauanleitungen wird an sich nur die Grundkonstruktion vom Holzbau Schritt für Schritt dargestellt. Die Einteilung von der Elektro- bzw. die Sanitärinstallation hängt vom jeweiligen Verwendungszweck ab und ist jedem selbst überlassen.

Auf der DVD-Rom befinden sich aber hunderte von Fotos wo wir beim Prototypenbau aufgenommen haben und auf denen die Elektroinstallationen die durch die Wand- und Deckenelemente geführt sind und auch von der Nasszelle wo die Wasserzufuhr und der Abfluss durch die Bodenkonstruktion geführt wird zu sehen sind.

 


Die Heizung

Vorweg möchte ich sagen dass sich jeder Sorgen über die richtige Heizung und über die Heizkosten macht – aber schwieriger ist es etwas abzukühlen als aufzuheizen.

So haben erstens wir mit der hinterlüfteten Fassade hinter der eine ständige Luftzirkulation stattfindet sobald die Sonne drauf scheint und zweitens mit der Überdachung und dem nach hinten versetzten Fenster bei der Terrasse das Problem gelöst dass sich das Microhouse nicht zu sehr aufheizt.

Für die Beheizung gibt es natürlich viele Möglichkeiten. Eine Gas- Öl- oder Holzheizung braucht man eigentlich nur in einem größeren Haus. Das Microhouse ist so kompakt dass es leicht elektrisch geheizt werden kann.

Die einfachste Variante ist aber nicht nur ein herkömmlicher Elektroradiator sondern eine elektrische Fußbodenheizung die unter dem Laminatboden verlegt wird. Preislich ist eine solche Fußbodenheizung von z.B. AHT Austria nicht nur günstiger in der Anschaffung oder den Betriebskosten sondern auch einfacher zu integrieren da man einen Stromanschluss ohnehin immer braucht.

 


Das Fundament

…ist meistens die Erste Frage wo man sich beim Bauvorhaben stellt. Es gibt drei(einhalb) Varianten von Fundamenten: ein vollflächiges Fundament – ein Streifenfundament – und Einzelfundamente bzw. Punktfundamente (wo auch die Spiralenfundamente dazugehören).

Welches von den Fundamenten man verwendet hängt von der Beschaffenheit des Untergrundes und vom Aufwand wo man sich antun möchte ab.

Punktfundament Einzelfundament Streifenfundament

Streifenfundamente eigenen sich gut wenn man z.B. ein Gefälle am Grundstück hat.

Die 39m² Version hat z.B. 9 Auflagepunkte bei der Bodenkonstruktion die die Statik erfordert – die können entweder mit Spiralen- Einzel- Streifen- oder mit einem vollflächigen Fundament erschlossen werden.

Beispiel 39m² Variante: 9 Betonsockel mit Pfostenträgern kosten zirka 350,- Euro – die Spiralfundamente kommen auf zirka 2.500,- Euro und ein vollflächiges Fundament auf zirka 4.000,- Euro.

Die einfachste Lösung sind also betonierte Einzelfundamente bei der es noch eine einfachere Variante gibt indem man einfach PVC-Abwasserrohre nimmt und an den jeweiligen Punkten ebenerdig eingräbt – diese dann mit Beton ausfüllt und auf diese dann höhenverstellbare Pfostenträger anbringt.

Microhouse Einzelfundamente betonieert

Hinweis: Die empfohlene Tiefe ist 1 Meter damit man unter die „Frostgrenze“ kommt.

 


Die Isolierung

Das Microhouse ist kein Energiesparhaus… bei der Konzeption sind wir bei der Isolierung von der Mindestanforderung für ein „bewohnbares“ Haus ausgegangen – denn nach oben sind keine Grenzen gesetzt.

Unsere Holzrahmen sind zwischen den Balken einfach mit Mineralwolle ausgefüllt #1 - wer einen höheren Isolationswert erreichen möchte, kann zusätzlich noch eine Schicht Isolationsmaterial wie z.B. Styropor auf der Innenseite anbringen #2 oder auch zusätzlich Panele wo man für den Bürocontainerbau verwendet in die Elemente einbringen #3.

Microhouse Arten der Isolierung

#1
Hinterlüftete Fassadenplatte
OSB Platte außen
Mineralwolle
OSB Platte innen

#2
Hinterlüftete Fassadenplatte
OSB Platte außen
Mineralwolle
OSB Platte innen
Styropor
Rigips

#3
Hinterlüftete Fassadenplatte
OSB Platte außen
Isolier Panele
Mineralwolle
OSB Platte innen

 


Die Dampfsperre

Die am aller häufigsten gestellte Frage ist: „warum wir beim Prototypenbau keine Dampfsperre verwendet haben?“

In den Selbstbauanleitungen ist die Dampfsperre jeweils als „optional“ angegeben. Eine Dampfsperre dient dazu dass das Kondenswasser vom Innenraum nicht in die Wand eindringt – klingt ja an sich ganz vernünftig ;-) aber die Möglichkeit dass sich hinter der Dampfsperre Wasser ansammelt und es genau dort zu einer Fäulnisbildung kommen kann ist auch sehr groß denn Holz ist ein atmungsaktives Material wo ich persönlich nicht mit einer Folie „versperren“ möchte. Ob mit oder ohne Dampfsperre ist jedem selbst überlassen.

Mein zynischster Kommentar zur Dampfsperrenfrage bisher war: „Eine Dampfsperre ist wie Sex mit Kondom – man geht zwar theoretisch auf Nummer Sicher aber Freude macht es nicht wirklich“.

 


Das Flachdach

Eine häufige Frage ist es auch: „warum das Flachdach kein Gefälle hat und ob das Wasser deshalb trotzdem abfließen kann“?

Diese Frage lässt sich ganz leicht mit einem kleinen Experiment beantworten – wenn man einen Kübel Wasser auf einem Tisch ausleert wird so gut wie das ganze Wasser über den Tischrand abfließen und auf der Tischfläche bleiben nur noch ganz niedrige Pfützen wo dann einfach verdunsten.

Auf der Dachfolie verhält sich das Regenwasser an sich gleich und läuft durch die Ablauftrichter ab (da sich Wasser immer den einfachsten Weg nach unten sucht).

 


Die Fassade

Es gibt mehrere Möglichkeiten für die Fassadengestaltung – die schönste aber leider teuerste Variante sind die „FunderMax“ Fassadenplatten wo (zirka 60,- €/m²) sie sind UV beständig, schlagfest, säurebeständig und haben viele weitere gute Eigenschaften.

Microhouse Fundermax Fassadenplatten Microhouse Fundermax Fassadenplatten Farben

Die kostengünstigere Alternative sind „zementgebundene Spanplatten“ (zirka 14,- €/m²) die wie Sichtbeton aussehen aber mit herkömmlicher Fassadenfarbe gestrichen werden können.

Zementgebundene Spanplatten als Fassade Zementgebundene Spanplatten als Fassade

Eine weitere Möglichkeit ist eine Lärchenholz-Fassade bei der die Rhombusförmigen Latten jeweils horizontal auf die Holzlattung für die Fassadenhinterlüftung angeschraubt wird. 

Microhouse Lärchenholz Fassade Rhombus

Grundsätzlich ist jede dieser drei Fassadenvarianten immer Hinterlüftet (mit 3 cm Abstand zum Wandelement) damit die Luft hinter der Fassadenplatte zirkulieren kann

 


Selbstmontage

Das gesamte Microhouse ist auf „Selbstbau“ konzipiert – das bedeutet dass alle Holzrahmen der Boden- Wand- und Deckenelemente eine maximale Größe von 125 cm x 250 cm haben und einfach zusammengeschraubt und positioniert werden können ohne dass man einen Kran oder weiteres braucht.

Das gesamte Baukastensystem der Holzrahmen ist also so einfach gehalten worden dass ansich jeder Heimwerker oder handwerklich begabte sich sein Microhouse selbst zusammen bauen kann.

Und wer es sich doch nicht zutraut kann ja die Montage einer Holzbaufirma in Auftrag geben ;-)

 


Werkzeuge

Die Balken und Platten werden nach der Säge- und Stückliste von einer Holzbaufirma bzw. Zimmerei fertig zugeschnitten. Somit benötigt man nur noch eine Bohrmaschine bzw. einen Akkuschrauber um die Holzrahmen zusammen zu schrauben. Eine Stichsäge und ein Elektrohobel sowie ein paar Schraubzwingen sind bei der Montage auch noch ganz hilfreich. Eine Stehleiter mit 5 oder 6 Sprossen ist ausreichend um die Wand- und Deckenkonstruktion mit einer Innenhöhe von 250 cm und einer Außenhöhe von 300 cm zu montieren. Ansonsten braucht man nur noch einen Bleistift und ein Rollmaßband und vielleicht noch das ein oder andere aus der Werkzeugkiste wie (Schraubenzieher, Hummer, usw.) also eigentlich nichts was die Heimwerkerkiste überschreiten würde.

 


Die 24m² Version

War es eigentlich keine separaten Pläne für die 24m² Version gibt?

Die 24m² Version ist in der 39m² Version enthalten bzw. die 39m² Version nur eine Erweiterung von der 24m² Version. Man muss nur in der Säge- und Stückliste die in K1 (24m² Version) und K2 (39m² Version) unterteilt ist die Teile herausstreichen oder hinzufügen wenn man es auf 54m² erweitern möchte. (siehe Video vom System der 24m² Version)

 


Doppelstöckig

Kann das Microhouse auch zweigeschossig gebaut werden?

Grundsätzlich Ja – denn von der Statik her ist die Boden- und Deckenkonstruktion identisch und da das eine die Trittlast aushält und das andere die Schneelast kann man es auch von der Festigkeit der Wandrahmen problemlos aufstocken.

Zudem spart man sich entweder im Erdgeschoss dann die Decke bzw. im Obergeschoss das Material für die Bodenkonstruktion.